Wissen ist die Wurzel jeder spirituellen Aktivität

    Alexander Zeugin

    Saṃvara [Teil 956] 

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    Weitere Einzelheiten zu SAMAVASARAṆA [27 von 33]

    Detaillierte Beschreibung des SAMAVASARAṆA,[1] aus der SAMAVASARAṆASTAVANA [8 von 14]

    (V. 17). (So ist die Āvaśyaka-vṛitti, aber im Chūrṇi heißt es, dass) die Munis (männliche Asketen) sitzen (in einer utkaṭikā-Haltung);[2] die Vaimānika-Göttinnen und weiblichen Asketen stehen beide, und die neun übrigen Versammlungen sitzen (gewöhnlich).[3]

    (V. 18). Innerhalb des zweiten (Walls) sind die Tiere und in der nordöstlichen (Ecke davon) ein devachchhaṁda; innerhalb des dritten sind die Fahrzeuge und auch zwei Stufenbrunnen in jeder Ecke, wenn es ein Quadrat ist, und einer (an jedem Tor), wenn es ein rundes, samavasaraṇa ist.[4]

    Das Folgende aus Hemachandras Werk kann in diesem Zusammenhang zitiert werden:[5]

    443. An jedem Tor errichteten sie einen Stufenbrunnen mit goldenen Lotusblumen, der vier Türen trägt, wie der Wall eines samavasaraṇa.

    444. Im Nordosten des Inneren des zweiten Walls bereiteten sie eine Kammer für die Ruhe des Herrn vor.

    476. Im Inneren des zweiten Walls standen die Tiere, aber in der Mitte des dritten Walls die Fahrzeuge.

    477. Außerhalb des dritten Walls wiederum waren einige Tiere, Menschen und Götter, die ein- und ausgingen.

     

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    [1] Auszug aus JAINA ICONOGRAPHY, Vol. 10 Mai 1911 von D. R. BHANDARKAR, M.A.; POONA. (Aus dem archäologischen Untersuchungsbericht für 1905-06).

    [2] Das bedeutungslose utkṛiṣṭikā-siṁhāṣana des Kommentars ist wahrscheinlich ein Fehler im Zusammenhang mit utkaṭik-āsana.

    In diesem Kommentar müssen wir diesen „wahrscheinlichen Fehler“ genauer untersuchen. „siṁhāṣana“ könnte sich auf Siṁhāṣena beziehen. Bedeutung und Interpretation:

    1. mit der śreṇi (Leiter) als „Vater“

    [d.h. von acht Schritten (aṣṭāpāda = Kaṣāya-pāhuda, vgl. Saṃvara [Teil 453]; zum Kaṣāya-pāhuda, dem Handbuch zum Ausstieg aus Wahn und Leidenschaften, siehe folgenden Link mit Kommentar und Saṃvara [720] Anmerkung 9]

    und als ‚Mutter‘ dhāriṇī (d.h. ‚diejenige, die (parīsahās und upaśargas usw.) erträgt);

    für die Metapher śreṇi und ‚dhāriṇī

    [Vgl. Saṃvara [Teil 474], letzter Absatz,

    Saṃvara [Teil 491], Anmerkungen 1–3) und

    Saṃvara [Teil 492], Anmerkung 4.

    Vgl. für Jali-kumāra (entspricht auch VEHALLA und VEHAYAS usw.) Saṃvara [Teil 488],

    Saṃvara [Teil 490] entspricht neben Jali auch HALLA, und

    für Simhasen siehe auch Saṃvara [Teil 491], was sich auf Jali und somit auch auf praktiziertes guṇaratna-samvatsaraṁ tapaḥ bezieht. Siṁhāṣana. Ajitanātha, dessen Samvasaraṇa hier dargestellt ist, erhielt śaṇa (enthalten in den siebzehn Getreidearten) als Geburtsgeschenk von Kubera (aufgezählt in Abhidhānacintāmaṇi-nāmamālā 4.233; Sanskrit ‚abhidhānacintāmaṇi‘ = „Das Juwel, das jedes Wort gibt“), zur Freude der Menschheit (vgl. Triṣaṣṭiśalākapuruṣacaritra, Helen Johnsons Übersetzung (Deutsch AΩ), Oriental Institute of Baroda, Baroda 1937, Band II, Ajitanāthacaritra, S. 32, Anmerkung 63, wiedergegeben auf S. 19, Anmerkung 51]

    Nachdem wir alle obigen Aussagen im Text und in den Links verfolgt haben, gelangten wir zu folgendem Schluss:

    „Somit können die Namen der Söhne von śreṇi (Untergruppen von śreṇi) wie Simhasen und Mahasimhasen den beiden Fastenreihen ‚laghu singha niṣkrīḍita‘ bzw. ‚khuḍḍāga sīha nikkiliyaṁ‘ (Spiel der kleineren Löwen) und mahā siṅgha-niṣkrīḍita zugeschrieben werden.“ (s. Saṃvara [Teil 491], Anmerkung 1).

    Mit diesen Informationen und einem derartigen Gedanken können wir zu dem Schluss kommen, dass der Begriff ‚utkṛiṣṭikā-siṁhāṣana‘, den der Kommentator als ‚bedeutungslos‘ bezeichnet, stattdessen eine tiefgründige Bedeutung hat und eine schwere Buße in der Art der beiden Fastenserien ‚laghu singha niṣkrīḍita‘ oder ‚khuḍḍāga sīha nikkiliyaṁ‘ (Spiel der kleineren Löwen) oder mahā siṅgha-niṣkrīḍita beschreibt (weitere Informationen sind im obigen Link zu finden).

    [3] Quelltext des Verses (V.17.)

    [4] Quelltext des Verses (V.18.)

    [5] Quelltext von Hemachandras Versen 443-444 und 476-477.

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