PARIŚIṢṬAPARVAN
STHAVIRAVALĪ Auszüge aus Hēmachandrācāryas PARIŚIṢṬAPARVAN [270 von 285]
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Anhang I [53 von 67]
Literarische Nachweise
IX, 14. Kuṇāla [1] https://www.om-arham.org/blog/view/9339/parisi%E1%B9%A3%E1%B9%ADaparvan.
Auszug [2 von 15] aus der nordbuddhistischen Legendensammlung Divyāvadāna
Im Laufe der Zeit wurde der Prinz gross. Man führte ihm ein Mädchen namens Kāñcanamālā als Gattin zu.
Da ging der König Aśōka mit Kuṇāla in den Garten Kurkuṭa.[1] Dort befand sich der Älteste einer buddhistischen Gemeinde, ein Buddha, der die sechs übernatürlichen Kenntnisse[2] besass. Dieser sah, dass Kuṇāla in kurzem seine Augen verlieren würde. Er sagte zum König: „Warum wird Kuṇāla nicht mit seiner Tätigkeit beauftragt?" Da sagte der König: „Kuṇāla, was der Älteste der Gemeinde befiehlt, dem musst du nachkommen." Da fiel Kuṇāla dem Ältesten zu Füssen und sprach: „Ältester, was befiehlst du?" Der Älteste sagte: „Das Auge, Kuṇāla, ist vergänglich; danach handle." Er sprach:
„Das Auge, Prinz, muss man immer betrachten
Als vergänglich und mit tausend Leiden verbunden.
Viele gewöhnliche Menschen sind in dasselbe verliebt
Und begehen Taten, welche Unheil bringen."
Und dieser wiederholte sich die Worte und beherzigte sie. Er erfreute sich allein, und seine Freude war die Gemütsruhe. Er hielt sich im Königspalast an einem einsamen Orte auf[3] und betrachtete die Augen und die anderen Sinne als mit Vergänglichkeit und anderen Merkmalen behaftet.
[Fortsetzung 3 … Text der nordbuddhistischen Legendensammlung Divyāvadāna → … https://www.om-arham.org/blog/view/9412/parisi%E1%B9%A3%E1%B9%ADaparvan]